Mentorensystem am Fachbereich Informatik

Das neue Hessische Hochschulgesetz (HHG) weist in seinem ┬ž 27 (2) Satz 1 allen Hochschulen - und damit auch erstmals den Fachhochschulen - die Pflicht zu, ein Mentorensystem zu etablieren:

Die Studierenden werden bis zum Ende des ersten Studienjahres einem Mitglied der Professorengruppe oder einem wissenschaftlichen Mitglied ihres Fachbereichs zur regelm├Ą├čigen pers├Ânlichen Betreuung zugeordnet (=Mentorent├Ątigkeit).

Da es wissenschaftliche Mitarbeiter an unserem Fachbereich nicht gibt, verbleibt die Aufgabe allein den Professorinnen und Professoren.

In Bezug auf die verschiedenen Studieng├Ąnge sehen wir folgendes Vorgehen vor:

  • In Bezug auf die beiden Bachelorstudieng├Ąnge erh├Ąlt jede/r Lehrende eine Gruppe von etwa sieben Studierenden des ersten Studienjahres zugeordnet. Ausgenommen hiervon sind die Studiengangskoordinatoren.
  • Die Betreuung der Erst- und Zweitsemester des Master-Studiengangs geschieht in ├Ąhnlicher Art und Weise.

  • Im JIM-Studiengang erfolgt die Betreuung durch die Koordinatorin/den Koordinator.


Ma├čnahmen:

  • Die Fachbereichsassistentinn erstellt zu Beginn des ersten Semesters eine ├ťbersicht ├╝ber die f├╝r das Mentoreiren vorgesehenen Professorinnen und Professoren. Die Studierenden w├Ąhlne ihre Mentorin/ihren Mentor ├╝ber das OBS.
  • Der/die Mentor/in l├Ądt (i.d.R. innerhalb der regelm├Ą├čigen Sprechstunde; sofern sich das mit dem Stundenplan der Studierenden vereinbaren l├Ąsst) zu Besprechungen ein. Gegenstand der Besprechungen im ersten Semester sind allgemeine Studienfragen, der pers├Ânliche Studienfortschritt und (gegen Ende) die Planung der Leistungsnachweise.
  • Im zweiten Semester bespricht der/die Mentor/in die erreichten LN-Ergebnisse und leitet daraus gemeinsam mit dem/der Studierenden die weitere Studienplanung ab. Gegen Ende des zweiten Semesters fasst der/die Mentor/in die Betreuungsergebnisse in einem Formblatt zusammen (auch eine Webbasierte-L├Âsung ist hier vorstellbar). Das Formblatt kommt in die Studentenakte im Sekretariat.


Folgende Kollegen bekommen keine Studierenden zur Betreuung zugewiesen:

  • Kollegen, deren Emeritierung bzw. Lehrbefreiung im Rahmen der Altersteilzeit im aktuellen Semester ansteht
  • Vertretungsprofessoren, sofern die Berufung nur f├╝r das aktuelle Semester ausgesprochen wurde
  • Kollegen im ersten Semester ihrer Lehrt├Ątigkeit
  • Kollegen im Forschungs-/Praxissemester (bei geteilten F/P-Semestern aber nur 1x), wenn sich dies einrichten l├Ąsst


Unsere Erfahrungen in der Umsetzung dieses Mentorenprogramms zeigen, dass der Aufwand sich f├╝r den einzelnen Lehrenden durchaus in Grenzen h├Ąlt.

Was die Wirkung anlangt, haben wir durchweg positive R├╝ckmeldung seitens der Studierenden erhalten. Dies wird unter dem Aspekt von uns betrieben, dass mit dem Mentorensystem ein Beitrag zur Verbesserung der Studienleistungen geleistet werden kann, und das Mentorenprogramm damit auch zur Verk├╝rzung des Studiums beitr├Ągt.