Master dual

Der Master dual (Master of Science)

Der Master dual (Master of Science) bietet ein vertiefendes Informatikstudium und praktische Erfahrung in einem Unternehmen. Die Studierenden erweitern ihr Grundwissen aus dem Bachelorstudium und verbessern dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Sie k√∂nnen sp√§ter zum Beispiel leitende Positionen einnehmen oder in die Forschung gehen. Dar√ľber hinaus haben die Studierenden die M√∂glichkeit, sich bereits fr√ľh in einem von vier Schwerpunkten zu spezialisieren: IT-Sicherheit, Software-Engineering, Technische und Graphische Systeme oder Wirtschaftsinformatik. Dies ist jedoch kein Muss. Im Masterstudiengang vertiefen die Studierenden zudem Methoden f√ľr wissenschaftliches Arbeiten.

IT-Sicherheit

Informationstechnik begleitet unseren Alltag: in Mobiltelefonen, PCs und vielen anderen elektronischen Ger√§ten. Umso wichtiger ist es, sicherzustellen, dass niemand unbefugt auf IT-Systeme und die Daten, die in ihnen abgelegt sind, zugreifen kann. Wenn beispielsweise der Account eines Webdienstes geknackt wurde, ist es f√ľr Cyberkriminelle eine Leichtigkeit, auf weitere Konten des Nutzers zuzugreifen. IT-Sicherheit spielt daher eine gro√üe Rolle in Industrie und Unternehmen: IT-Sicherheitsexperten und -expertinnen k√∂nnen hier Sicherheitsma√ünahmen entwickeln oder eine beratende T√§tigkeit einnehmen.

Die Studierenden dieses Schwerpunks lernen typische Angriffsmuster auf Hard- und Software sowie geeignete Gegenma√ünahmen. Der Masterstudiengang vermittelt unter anderem fortgeschrittene Kenntnisse der Web Security. Dar√ľber hinaus spielt IT-Sicherheit in der Strafverfolgung eine gro√üe Rolle. Die Studierenden k√∂nnen im Modul Computer Forensik lernen, wie sie beispielsweise Dateien ausfindig machen, die bereits gel√∂scht oder versteckt abgelegt wurden. Zudem lernen die Studierenden, Sicherheitsma√ünahmen f√ľr PC, Smartphone und Tablet sowie f√ľr Webserver und Software zu konzipieren.

Software-Engineering

Software wird zunehmend komplexer: Sie muss inzwischen nicht nur auf Computern, sondern auch auf anderen Geräten wie Smartphones oder Tablets funktionieren und ist von anderen Anwendungen abhängig. Zudem muss Software nutzerfreundlich und systemspezifisch programmiert werden. An dieser Stelle kommen Software-Entwickler und -Entwicklerinnen ins Spiel: Sie programmieren PC-Software, Spielesoftware oder Apps.

Der Schwerpunkt Software-Engineering vermittelt deshalb unter anderem Wissen rund um Anwendungssoftware und Software-Architektur. Aufbauend auf das Bachelorstudium werden im Bereich Software-Engineering zusätzlich die Themengebiete Datenbanken und spezifische Programmierparadigmen vertieft. Ein wichtiger Bereich des Software-Engineerings ist die Qualitätssicherung von Software. Dieses komplexe Thema lernen Studierende im Masterstudiengang ebenfalls kennen.

Technische und Graphische Systeme

Ob zweidimensional, dreidimensional oder als Videosequenz ‚Äď Bilder und Grafiken spielen in der Informationstechnik eine gro√üe Rolle. Die graphische Datenverarbeitung besch√§ftigt sich mit mathematischen Grundlagen, die ben√∂tigt werden, um Daten auszuwerten und Grafiken zu erzeugen. Viele Programme sind auf solche Techniken angewiesen: So ben√∂tigt ein Bildbearbeitungsprogramm zum Beispiel graphische Datenverarbeitung f√ľr seine Filter oder Farbr√§ume. Im Bereich Embedded Systems gewinnen HMIs an Bedeutung: Die graphischen Bedienoberfl√§chen sind inzwischen auf nahezu allen eingebetteten Systemen, wie etwa Autoradios oder Navigationssysteme, zu finden. Die Herausforderung hierbei: Die Bedienoberfl√§chen m√ľssen auf Embedded Systems mit wenig Speicherplatz und geringer Prozessorleistung auskommen. Dennoch soll zum Beispiel ein Display m√∂glichst benutzerfreundlich sein.

In diesem Schwerpunkt lernen die Studierenden, Technische und Graphische Systeme zu verstehen, zu entwickeln und zu programmieren. Sie vertiefen ihr Wissen rund um graphische Datenverarbeitung sowie Software-Engineering und verkn√ľpfen diese Bereiche mit Embedded Systems. So sind sie sp√§ter in der Lage, graphische Bedienoberfl√§chen hierf√ľr zu programmieren, wie beispielsweise das User-Interface eines Autoradios.

Wirtschaftsinformatik

Informations- und Kommunikationssysteme f√ľr Unternehmen entwerfen und entwickeln ‚Äď das ist die Aufgabe von Wirtschaftsinformatikern und -informatikerinnen. Ob Buchhaltung, Einkauf, Rechnungen, Lagerwirtschaft oder Web-Shops: Die meisten Gesch√§ftsprozesse laufen mittlerweile √ľber IT. Ziel ist es, diese Prozesse zu automatisieren. Um eine solche Ablaufkette managen zu k√∂nnen, brauchen Informatiker und Informatikerinnen nicht nur technische Kenntnisse, sondern auch Einblicke in wirtschaftswissenschaftliche Denkweisen. Die Studierenden dieses Schwerpunkts lernen daher neben der klassischen Informatik viel aus der Betriebswirtschaftslehre und den Wirtschaftswissenschaften.

Absolventen und Absolventinnen k√∂nnen beispielsweise interne IT-Abteilungen leiten, da sie Informatik verstehen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der IT-Prozesse beurteilen k√∂nnen. In der Regel haben Wirtschaftsinformatiker sp√§ter eine beratende T√§tigkeit: Sie analysieren Gesch√§ftsprozesse und Problemstellung des Kunden, um ein darauf zugeschnittenes IT-Konzept zu entwickeln. Anschlie√üend k√∂nnen sie ein Team aus Informatikern und Informatikerinnen f√ľr den Kunden zusammenstellen, welches die einzelnen Teilbereiche des Konzepts abdeckt ‚Äď beispielsweise IT-Sicherheit, Software-Engineering, Programmierung und Netzwerktechnik.